USA – Achtung vor Abzocke bei elektronischer Einreisegenehmigung

Eine Online-Registrierung ist für alle Reisenden in die USA kostenlos.

Der Fall von ÖAMTC-Mitglied Martin P. zeigt es einmal mehr: Keiner ist vor Internet-Betrügereien gefeit. Herr P. hat für seine USA-Reise den seit etwa einem Jahr verpflichtenden Einreisegenehmigungs-Antrag gestellt und dafür 50 US-Dollar bezahlt. Die eigentlich kostenfreie Online-Registrierung hat er nämlich nicht auf der offiziellen Website der US-Regierung durchgeführt, sondern bei einem betrügerischen Drittanbieter. Gibt man in eine Suchmaschine den Begriff "ESTA" (Electronic System for Travel Authorization) ein, so erscheinen als Top-Treffer oft Websites mit Betrugsabsichten, die für das Einreichen von ESTA-Anträgen eine Gebühr erheben – teilweise sogar bis 250 US-Dollar, weiß man in der ÖAMTC-Touristik. "Diese 'privaten Dienstleister' stehen in keinem Zusammenhang mit dem US-Ministerium für Innere Sicherheit, sondern beabsichtigen bloße Geschäftemacherei", sagt ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant.

ESTA-Antrag für visumsfreie Einreise in die USA rechtzeitig stellen

Seit 12. Jänner 2009 muss man spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt in die USA eine Online-Registrierung vornehmen. Dieses ESTA-System beinhaltet einen Fragenkatalog mit Angaben zu persönlichen Daten. Die elektronische Registrierung ist für alle Staatsbürger aus den "Visa Waiver Programm"-Ländern verpflichtend, zu denen auch Österreich gehört. "Das 'Visa Waiver Programm' ermöglicht, dass österreichische Staatsbürger für maximal 90 Tage ohne Visum in die USA einreisen können", erklärt die ÖAMTC-Touristikerin. Nach Genehmigung ist ein ESTA-Antrag bis zu zwei Jahre gültig bzw. bis der Reisepass des jeweiligen Antragstellers abläuft oder beispielsweise aufgrund einer Namensänderung neu ausgestellt wird. Während der Gültigkeitsperiode einer bestätigten Reisegenehmigung darf auch mehrmals in die USA eingereist werden.

"Die Online-Registrierung kann jederzeit durchgeführt werden, allerdings ist es empfehlenswert, das so früh wie möglich in Angriff zu nehmen – also bereits bei der Reiseplanung", rät die ÖAMTC-Touristikerin. Wird nämlich ein Antrag unerwartet abgelehnt, so muss bei der US-Botschaft bzw. am Konsulat ein Visum beantragt werden. Erfahrungsgemäß dauert das Visumsantragsverfahren jedoch mehrere Tage und diesen Zeitraum gilt es auf jeden Fall einzuplanen. 

Ausnahmen, bei denen ein Visum beantragt werden muss

Die Visumspflicht besteht auch weiterhin für Inhaber bordeauxroter Reisepässe, die zwischen dem 26.10.2005 und 15.06.2006 ausgestellt bzw. verlängert wurden. In diesem Fall empfiehlt der ÖAMTC die Ausstellung eines neuen Reisepasses, weil das kostengünstiger ist als die Beantragung eines Visums. Weiters müssen alle Personen, die aus anderen als aus touristischen oder geschäftlichen Gründen in die USA einreisen wollen, ein Visum beantragen. So zum Beispiel für einen Au-pair-Aufenthalt, für ein Studium, Forschungstätigkeiten oder zum Arbeiten in den USA.

Weitere Tipps für Reisen in die USA

* Mit dem ÖAMTC-Routenplaner unter www.oeamtc.at/routenplaner können Routen inklusive Kilometer- und Zeitangaben für die Vereinigten Staaten und Kanada berechnet werden. Ein besonderes Highlight sind vier Rundreisevorschläge für Florida, Neuengland, USA-Nordwesten/Kanada West und USA-Südwesten, die man über die Eingabemaske des Routenplaners abrufen kann.

* Jedes Kind benötigt für die Einreise in die USA einen eigenen Reisepass. Sind Kinder nur im Pass der Eltern eingetragen, benötigen sie ein Visum. Auch hier ist die Ausstellung eines eigenen Reisepasses für das Kind günstiger als ein Visum.

* Bei der Ausstellung von Flugtickets rät die ÖAMTC-Touristikerin, darauf zu achten, dass die Namensschreibweise genau mit der des Reisepasses übereinstimmt.

* Reisende sind dazu angehalten, das Reisegepäck unversperrt einzuchecken. Gepäckstücke, die versperrt sind, werden üblicherweise gewaltsam durch Security-Bedienstete aufgebrochen und durchsucht.

* Bei Grenzkontrollen in den USA wird ein digitales Gesichtsfoto angefertigt, Fingerabdrücke genommen und beides abgespeichert. "Dadurch kann es zu Verzögerungen kommen", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

* Bei der Einreise wird eine I-94-Karte in den Reisepass geheftet. Diese muss bei der Ausreise unbedingt eigenverantwortlich wieder abgegeben werden (üblicherweise beim Check-In), weil die Ausreise sonst nicht registriert wird.

Den korrekten Link zur offiziellen Website der US-Regierung inklusive Tipps und Infos finden Reisende in der ÖAMTC-Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

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