Neues Centre Pompidou in Metz

Der Countdown läuft. Am 9. Mai soll das neue Centre Pompidou-Metz seine Pforten öffnen. Centre Pompidou-Metz ist weit mehr als eine simple Filiale des gleichnamigen Pariser Zentrums. Es versteht sich als Informations-, Ausstellungs- und Forschungszentrum und vereint zahlreiche Bereiche des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens. Das gemeinsame Projekt des Centre Pompidou Paris und der Verbandsgemeinde Metz gilt als erstes Beispiel einer dezentralen nationalen Kulturinstitution in Frankreich.

Von den rund 10000 Quadratmetern Fläche des Komplexes dient mehr als die Hälfte der Präsentation von Werken zeitgenössischer Kunst. In einem architektonischen Geniestreich verbanden die internationalen Stararchitekten Shigeru Ban und Jean de Gastines den zentralen Pfeil von 77 Metern Höhe – eine Hommage an das Eröffnungsjahr des Pariser Centre Pompidou, 1977 – mit einer durchsichtigen Membran aus Glasfaser. Diese überdeckt den gesamten Komplex. So wird der Bau mit seinem achteckigen Dach selbst zu einer überdimensionalen Skulptur.

Pompidou-Metz versteht sich als Informations-, Ausstellungs- und Forschungszentrum. Es vereint zahlreiche Bereiche des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens. Geplant sind darüber hinaus ein Studio für Theateraufführungen und Kunstperformances, ferner ein Auditorium, ein Forum, ein Buchladen und ein Restaurant sowie eine Cafeteria.

Das Zentrum macht es sich zum Anliegen, der zeitgenössischen Kunst einen angemessenen Platz einzuräumen und ihren Entstehungsprozess zu veranschaulichen. Dabei erfolgt die gesamte Kommunikation der Einrichtung - seine geografische Lage legt es nahe - stets dreisprachig. Mit seiner Informations- und Kommunikationstechnik auf dem letzten Stand, wird das Zentrum auch in diesen Domänen zum Trendsetter.

Pompidou-Metz ist weit mehr als eine simple Filiale des gleichnamigen Pariser Zentrums. Es wird sich ein unabhängiges Universum schaffen, vor allem mit innovativen und überraschenden Ausstellungen. Natürlich kann es dabei Übernahmen aus dem Programm des Pariser Zentrums oder Koproduktionen mit diesem geben. Daneben werden aber auch völlig eigenständige Projekte entwickelt. Im Gegensatz zu einem klassischen Museum wird Pompidou-Metz keine eigenen Bestände erwerben. Alle Events beziehen ihren Reiz auch aus ihrem ephemeren Charakter.
 
Dieser Philosophie entspricht auch die Eröffnungsausstellung „Chefs-d?Oeuvres“, welche die gesamte Ausstellungsfläche in Anspruch nimmt. Ihre Konzeption gleicht einer musikalischen Komposition: Dialog der einzelnen Elemente, Fortissimos, Andantes, Momente der Stille… Ihr Ziel: ein möglichst umfassender Querschnitt durch das zeitgenössische künstlerische Schaffen Frankreichs. Dieses in seine chronologischen Abfolge und mit allen Facetten der Bestände des Musée National d?Art Moderne: Malerei, Skulptur, Installationen, Graphik, Fotografie, Video, Soundeffekte, Film, Architektur, Design…
So entsteht ein beinahe surrealistisches collageartiges Szenario, so wie es die herkömmliche Präsentation eigener Bestände niemals leisten könnte. Herausragende Figuren der französischen bildenden Kunst, wie Georges Braque, Robert Delaunay, Henri Matisse, Fernand Léger werden vertreten sein. Aber auch Künstler mit Wurzeln in Lothringen, wie Jean Prouvé. Dabei ist diese Ausstellung beileibe keine bloße Aneinanderreihung von anerkannten Meisterwerken. Die Mischung, in der auch die Arbeiten bisher noch weniger bekannter Newcomer ihren angemessenen Platz finden, dürfte das breite Publikum ebenso interessieren, wie den erlauchten Kreis der Kunstexperten.

Weitere Infos: http://www.centrepompidou-metz.fr/site/?lang=de
 
Weitere Informationen über die Region Lothringen auf der deutschsprachigen Internetseite www.tourismus-lothringen.eu/de

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